Kann die brandschutztechnische Bemessung eingemörtelter Bewehrungsstäbe nach den vereinfachten Verfahren aus EN 1992-1-2 erfolgen?
Nicht uneingeschränkt. Die vereinfachten Nachweisverfahren der EN 1992-1-2 (z. B. 500 °C-Isotherme, tabellarische Werte oder Zonenmethode) basieren auf dem thermisch-mechanischen Verhalten von monolithisch einbetonierter Bewehrung – also Stäben, die von Anfang an im Frischbeton lagen.
Diese Annahmen sind nicht automatisch auf nachträglich eingemörtelte Stäbe übertragbar, da das Verbundverhalten im Brandfall systemabhängig ist. Ohne zusätzliche Prüfungen und dokumentierte Kennwerte ist eine Anwendung der vereinfachten Methoden unzulässig. Hilti bietet hierfür geprüfte Systeme mit klar definierten Brandverhalten.
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