Tragwerksverstärkung

Allgemeine Regelungen und Anforderungen

  • Aufgrund von erhöhten Anforderungen oder Schäden am Bauwerk kann die Tragsicherheit oder Gebrauchstauglichkeit von Brücken beeinträchtigt sein.
  • Gründe für die Tragwerksverstärkung sind höheren Nutzlasten (Umnutzung), Änderungen am statischen System, Änderungen in den Bemessungsvorschriften (höhere anzusetzende Verkehrslasten), unzureichende effektive Betonfestigkeit, Korrosionsschäden an der Bewehrung oder Fehler bei Projektierung und Ausführung
  • Prinzipiell lässt sich zwischen Ziel der Verstärkung und der Verstärkungsmaßnahme unterscheiden. Typische Ziele sind die Biegeverstärkung, Querkraftverstärkung, Durchstanzverstärkung oder Versteifung des Bauteils. Um diese Ziele zu erreichen kommen in der Regel folgende Maßnahmen zum Einsatz:
  • Querschnittsergänzung (Aufbeton) aber auch z.B. nachträglich installierte Durchstanzpilze
  • Einbringen von Bewehrung in Schlitzen
  • Nachträgliche Bewehrung im inneren des Querschnitts, in Bohrlöcher eingeklebt (Schubverstärkung)
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a) Nachträglich installierte Bewehrungsstäbe

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b) Querschnittsvergrösserung

Anforderungen an Verankerungen in der Tragwerksverstärkung

Grundsätzlich ist in Abhängigkeit von der Art der Einwirkung als auch der Nutzungsdauer die Ertüchtigungsmassnahme zu wählen. Nach unserer Erfahrung ergeben sich folgende Anforderungen und Randbedingungen, die bei der Wahl des einzusetzenden Systems berücksichtigt werden müssen:

  • Bemessungssoftware und Dokumentation notwendig
  • Nachweis des Befestigungssystems (Nachweis der Eignung der Verstärkungsmassnahme durch Versuche)
  • Zur Verfügung stehende Verkehrsfläche/Reduktion des Raums, Nutzhöhe
  • Bauteilhöhe der zu verstärkenden Decke
  • Anforderung an Abdichtung des Bauteils (Durchdringungen)
  • Brandschutzanforderungen
  • Bauablauf, Zugang zum zu verstärkenden Bauteil
  • Temperaturbeanspruchung
  • Verarbeitungs- und Aushärtezeit
  • Besondere Anforderung bei der Installation (Installationstemperatur, staubfrei, Bohrverfahren)
  • Material (C-Stahl, Edelstahl)

Bemessung / Normative Regelungen

Tragwerksverstärkung durch Aufbeton:

  • Bemessung für statische und quasi-statische Belastung nach EOTA/TR 066 in Ergänzung zu EN1992-4
  • Bemessung für Ermüdungsbeanspruchung nach EOTA/TR 066
  • Qualifizierung nach EAD 3302347-00-0601

Tragwerksverstärkung mittels nachträglich installierter Bewehrung (Schubverstärkung, Erhöhung des Durchstanzwiderstandes):

  • Derzeit gibt es keine Qualifizierung bzw. Bemessung auf europäischer Ebene für nachträglich installierte Querkraft- oder Durchstanzbewehrung. Bemessungsansätze werden auf Basis firmeneigener Bemessungsverfahren zur Verfügung gestellt.
  • Der Bemessungsansatz für nachträglich installierte Schubbewehrung ist auf Basis der Theorie des kritischen Schubrisses entwickelt. Diese Theorie wurde ursprünglich in den 1980-er Jahren in der Schweiz entwickelt und bildet derzeit den theoretischen Hintergrund der schweizerischen Stahlbetonnorm SIA 262. Sie wurde an der EPFL Lausanne (Prof. Muttoni) auf Basis intensiver Forschung erweitert und im fib Model Code 2010 umgesetzt. Die Theorie erlaubt die Berechnung sowohl des Widerstandes als auch der Verformungskapazität von Bauteilen unter Durchstanzlasten.
  • Eine entsprechende Bemessungssoftware (Hiltimethode) wird von der Fa. Hilti zur Verfügung gestellt.
  • Mit den von der Fa. Hilti vorgeschlagenen Befestigungssystemen (HZA-P, HZA-R) wurden Bauteilversuche durchgeführt, um die Eignung der Systeme zur Tragwerksverstärkung nachzuweisen.

Das optimale Verankerungselement für die nachträgliche Verstärkung von Bauwerken

Tragwerksverstärkung mittels nachträglich installierter Verstärkungselemente:

HZA-P mit HIT-RE500 V4 und Winkelplatte HZA-P

  • Bemessungssoftware und Dokumentation für nachträgliche Durchstanzverstärkung. Erhalten Sie HIER den Zugang um das Hilti Design Tool Durchstanzverstärkung individuell für Ihren Computer freizuschalten.
  • Nachweis der Eignung der Verstärkungsmassnahmen (Querkraftverstärkung, Durchstanzen) durch Versuche vorhanden (Berichte 11-A01-R1, 06-A01-R1C)
  • Verkehrsfläche/Raum wird nicht reduziert
  • Ausreichende Bauteilhöhe der zu verstärkenden Decke notwendig
  • Abdichtungen bleiben intakt, geneigte Bohrungen nur von unten in die Platte rund um die Säule. Die Oberfläche der Betondeckung wird nicht zerstört
  • Brandschutz durch Verschluss mit Brandschutzmörtel möglich
  • Einfacher Bauablauf, effiziente Lösung für Sanierung und Verstärkung von Bauwerksstrukturen
  • Verwendung auch bei begrenztem Zugang zum zu verstärkenden Bauteil möglich
  • Abgedeckte Bohrverfahren (Hammerbohren, Diamantbohren mit Aufrauwerkzeug und Hohlbohren). Teil des Hilti SafeSet-Systems – keine zusätzliche Bohrlochreinigung nötig bei Verwendung von TE-CD oder TE-YD Hohlbohrern in Verbindung mit Hilti Bausaugern
  • Bohrhilfe zur Erstellung der geneigten Borhlöcher (45°) vorhanden
  • Stahlqualität B500B (Bewehrungsstab) mit aufgeschweisstem C-Stahl 8.8 galvanisch verzinkt

Zum Produkt HZA-P

Zum Produkt HIT-RE500 V4

Winkelplatte HZA-P M20 auf Anfrage!

 

HZA-R mit HIT-RE 500 V4

  • Bemessungssoftware und Dokumentation für nachträgliche Durchstanzverstärkung. Erhalten Sie HIER den Zugang um das Hilti Design Tool Durchstanzverstärkung individuell für Ihren Computer freizuschalten.
  • Nachweis der Eignung der Verstärkungsmassnahmen (Querkraftverstärkung, Durchstanzen) durch Versuche vorhanden (Berichte 11-A01-R1, 06-A01-R1C)
  • Verkehrsfläche/Raum wird nicht reduziert
  • Einsatz bei geringer Bauteilhöhe der zu verstärkenden Decke möglich
  • Abdichtungen bleiben intakt, geneigte Bohrungen nur von unten in die Platte rund um die Säule. Die Oberfläche der Betondeckung wird nicht zerstört
  • Kein Brandschutz durch Verschluss mit Brandschutzmörtel möglich
  • Einfacher Bauablauf, effiziente Lösung für Sanierung und Verstärkung von Bauwerksstrukturen
  • Verwendung auch bei begrenztem Zugang zum zu verstärkenden Bauteil möglich
  • Abgedeckte Bohrverfahren (Hammerbohren, Diamantbohren mit Aufrauwerkzeug und Hohlbohren). Teil des Hilti SafeSet-Systems – keine zusätzliche Bohrlochreinigung nötig bei Verwendung von TE-CD oder TE-YD Hohlbohrern in Verbindung mit Hilti Bausaugern
  • Bohrhilfe zur Erstellung der geneigten Borhlöcher (45°) vorhanden
  • Stahlqualität B500B (Bewehrungsstab) mit aufgeschweisstem Edelstahl A4

Zugehörige Systemprodukte

Detektion der Bestandsbewehrung / Vorbereitung

PS 300 Ferroscan

Betonscanner für Strukturanalysen von Bewehrungseisen inkl. Überdeckungsmessung und Abschätzung von Durchmessern

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PS 1000 X-SCAN-SYSTEM

Effizienter Betonscanner für Strukturanalysen und zur Lokalisierung eingebetteter Objekte in mehreren Schichten

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Hilti Volume Calculator App

Hilft Ihnen, Mörtel zu sparen und die Produktivität Ihrer Baustelle zu steigern

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Bohren

TE 70-AVR

Sehr leistungsstarker SDS Max Bohrhammer (TE-Y) für schwere Bohr- und Meißelarbeiten in Beton, mit Aktiver Vibrationsreduktion (AVR)

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TE-Y-GB (SDS MAX)

Bitte kontaktieren Sie Ihren Hilti-Partner, um den TE-Y-GB (SDS MAX) M16 #261862 oder M20 #261863 zu bestellen: at-technik@hilti.com

Halter TE-C + Halter TE-Y

Bitte kontaktieren Sie Ihren Hilti-Partner, um den TE-C M16/20 #263437 oder TE-Y M16/20 #263439 zu bestellen: at-technik@hilti.com

TE 60 – A36

SDS Max Akku-Kombihammer mit Aktiver Vibrationsreduktion (AVR) und elektronischer Schnellabschaltung ATC (Active Torque Control) für schwere Bohr- und Meißelarbeiten in Beton.

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TE-YX (SDS MAX) + TE-FY (SDS MAX) BOHRERVERLÄNGERUNG

SDS Max (TE-YX) Hammerbohrer der Höchsten-Leistungsklasse mit massivem Hartmetallkopf und X-Geometrie zum Bohren in armiertem Beton

Verlängerung für SDS Max (TE-Y) Hammerbohrer; 2 Teile erforderlich (TE-FY Verlängerung und TE-Y-AD Adapter)

Zum Produkt TE-YX

Zum Produkt TE-FY

TE-CD (SDS PLUS)

Hammerbohrer der höchsten Leistungsklasse für nahezu staubfreies Bohren.

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Bohrstütze HZA-P

Bitte kontaktieren Sie Ihren Hilti-Partner, um den Bohrstütze HZA-P (inkl. Adapter TE 60) #3510611 oder TE Adapter TE 70 #3525666 zu bestellen: at-technik@hilti.com

Reinigen der Bohrungen

VC 40M - X

Universalsauger mit automatischer Filterreinigung zum Trockensaugen und gelegentlichen Nasssaugen – Klasse M

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HIT-DL 14 – 55 + HIT-RB 14 - 55 + Verlängerung RB 10/07

Ausblaspumpe und Reinigungsbürste

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Luftdüse

Zubehör zum Bohrlochausblasen bei Injektionsmörtelanwendungen (Luftdüse)

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Druckluftinjektor + Verlängerung Druckluftinjektor

Reinigungsbürste

Bitte kontaktieren Sie Ihren Hilti-Partner, um den Verlängerung Druckluftinjektor M20 #336553 zu bestellen: at-technik@hilti.com

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Reinigen der Bohrungen

VC 40 - UM

Universalsauger mit automatischer Filterreinigung zum Trockensaugen und gelegentlichen Nasssaugen.

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HIT-DL 14 – 55

Ausblaspumpe

Zum Produkt HIT-DL 14 – 55

HIT-RB 14 - 55

Reinigungsbürste

Zum Produkt HIT-RB 14 - 55

Luftdüse

Zubehör zum Bohrlochausblasen bei Injektionsmörtelanwendungen.

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Setzen der Bewehrungsstäbe

P 8000 D

Pneumatisches Auspressgerät (nur in Kombination mit RE500 V3).

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HDE 500-A22 + HIT-VL 11 + HIT-SZ 14 – 55

Akku-Auspressgerät (22V) mit Injektionsverlängerung und Stauzapfen.

Zum Produkt HDE 500-A22

Zum Produkt HIT-VL 11

Zum Produkt HIT-SZ 14 – 55

TROPFSCHEIBE HIT-OHC2

Injektionsmörtel-Zubehör für Überkopfanwendungen

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KUPPLUNG VL-K

Zubehör

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MISCHER HIT-RE-M

Zubehör 

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