
Einfach, richtlinienkonform und materialsparend

Das PROFIS Engineering Geländermodul ermöglicht maßgeschneiderte Lösungen für Statiker- und Stahl-/Metallbauingenieure und -techniker, die mehrere Geländeranwendungen mit verschiedenen Verbindungstypen bemessen wollen.
Mehr Informationen zu den Vorteilen des PROFIS Engineering Geländermoduls: Bemessung mit dem PROFIS Engineering - Geländermodul
Lesedauer: 8 Minuten
Das PROFIS Engineering Geländermodul berücksichtigt eine wirklichkeitsnahe Lastverteilung – ermittelt durch Dlubal Simulationen bzw. der Lastermittlung mit CBFEM – und verfolgt, gem. Eurocode einen plastischen Bemessungsansatz. Dadurch besteht für Sie als Nutzer die Möglichkeit nicht nur Ihre Profil Durchmesser und Stärken zu reduzieren, sondern Sie können häufig auch von Einsparungen auf Ankerplatten und Dübel Seite profitieren. Dies kann noch zu weiteren Vorteilen durch Reduktion des Verzinkungsaufwandes und der Montagekosten führen.
Führen Sie schnell und intuitiv eine komplette Geländerbemessung mit allen relevanten Nachweisen nach Eurocode durch. PROFIS Engineering führt alle erforderlichen statischen Nachweise durch - unter anderem auch den bei Flachstählen nicht zu vernachlässigenden
Knicknachweis.

Durch die realistische Lastverteilung und die volle Ausnutzung der Eurocode-Bandbreite (plastischer Bemessungsansatz) kann die Anzahl der Dübel und die Höhe der Profildicken in vielen Fällen reduziert werden. So sparen Sie mit dem Geländermodul bis zu 6-16€ pro Pfosten an Material, Arbeits- und Verzinkungskosten.

Mit PROFIS Engineering können Sie einfach und schnell Geländer, Brüstungen oder Treppen bemessen. Die einfachste Vorgehensweise ist es sich links durch die Menü Reiter von oben nach unten durchzuklicken und die abgefragten Parameter einzugeben – beginnend bei dem Reiter „Anwendung".
1) Art der Anwendung
In PROFIS Engineering können 6 Grundarten der Anwendung bemessen werden
- Frontale Anbindung
- Treppe
- Anbindung auf der Bodenplatte
- Frontale Anbindung an Brüstung
- Anbindung auf der Brüstung
- Anbindung – Betonplatte Unterseite
Weiterhin können unter dem Reiter Anwendung die Anbindungstypen unterschieden werden. Bei der Frontalanbindung können Sie entweder die direkte Verschweißung der Anbindung von Pfosten zu Ankerplatte mittels CBFEM oder die direkte Verschweißung wählen. Welche Anbindungen per Anwendungstypen möglich ist, zeigt Ihnen die Software.
Ein weiterer wichtiger Meilenstein ist die Definition der Grundgeometrie. Wählen und definieren Sie Ihren Pfosten bzgl. Abstand, Höhe und Verlauf. Mit Hilfe des Optimierungsknopfes kann der Pfostenabstand basierend auf den Lasten angepasst werden.
Die Völligkeit der Verkleidung des Geländers kann von Ihnen per Eingabe prozentual berücksichtigt werden. Dies hat vor allem bei Ansatz von Windlasten einen großen Einfluss. Es gibt 3 Verkleidungsoptionen: Vollständig verkleidet z.B. mit Glas, vertikale und horizontale Stäbe.
2) Auswahl der Stahlprofile
In diesem Reiter können Sie Holm und Pfostenprofile auswählen. Die Auswahl besteht aus fünf Profilarten wählen.
- Vierkantstahl
- Rechteckrohr
- Quadratrohr
- Rundhohlprofil
- Doppelflachstahl *NEU*
Mit PROFIS Engineering haben Sie hier nicht nur einen Geometrie Dummy sondern Sie haben die Möglichkeit beides bezüglich Stahlbedarf und Ausführung zu optimieren. Klicken Sie auf die voreingestellten Maße um neue Dimensionen auszuwählen. Es stehen alle gängigen Warm- & kaltgewalzten Profilgrößen zur Verfügung.
3) Eingabe und Ansatz der richtigen Lasten
Im PROFIS Engineering Geländermodul können Sie einfach die wirkenden Lasten einfach bestimmen. Seien es die aufgebrachten Eigenlasten, Auflehn- und Holmlasten welche von Last Kategorie zu Last Kategorie variieren. Bestimmen Sie die Windlasten basieren auf der Eingabe der Postleitzahl.
PROFIS Engineering verwendet immer den plastischen Bemessungsansatz, wenn das Durchmesser-Profilstärken-Verhältnis der Querschnitte dies nach Eurocode 3 (EC3) zulässt. Flachstahl ist in EC3 nicht berücksichtigt. Aufgrund der hohen Nachfrage hat Hilti hier ausführliche Tests durchführen lassen um dem Anwender auch eine plastische Bemessung mit Flachstahl zu ermöglichen. Diese kann manuell aktiviert werden.
4) Eingabe Geometrien und Untergrund
In diesem Abschnitt bestimmen Sie – ähnlich wie im Betonmodul, die Beschaffenheit des Untergrundes.
Bestimmen Sie die Betonfestigkeit, die Art der Bewehrung, Dicke des Untergrundes sowie die Randabstände. Neben dem Bohrverfahren können Sie zusätzliche bestimmen wie das Drehmoment auf den Dübel aufgebracht würde (adaptiv oder manuell)
5) Eingabe der Ankerplattendimensionen
PROFIS Engineering ermöglicht Ihnen unteranderem das Anzeigen und berechnen der optimierten Ankerplattendicke sowie das nachvollziehen der Spannungsverteilung im 3D Bild. Die optimierte Ankerplattendicke wird basierend auf der Annahme einer biegesteifen Ankerplatte und eines Spannungsnachweises ermittelt. Diese Funktion ist bei der CBFEM basierten Bemessung nicht verfügbar.
Ein weiterer Vorteil ist die absolute Flexibilität des 2D Editors. Neben den Standardgeometrien können Sie auch nutzerdefinierte Formen eingeben.
6) Auswahl Dübel
Das Geländermodul hilft Ihnen bei der Auswahl des richtigen Dübels. Durch die Filter oder eigenschaftbeschreibenden Zeichen können Sie sich einfach die besten Dübel vorfiltern. Ein guter Tipp ist immer mit dem Knopf „Berechne alle Dübel“ zu starten, um alle Möglichkeiten auszuloten.
Durch Auswahl des Dübeltypes können Sie zwischen verschiedenen Dübelmaterialien wählen. Wenn Sie bei „Umgebung“ „Außenbereich mit Windeinfluss“ eingegeben haben, werden Ihnen nur Korrosionsbeständige Dübel angezeigt.
Schlussfolgerung
Mit dem PROFIS Engineering Geländermodul, seiner Vielfältigkeit sich der benutzerdefinierten Situation anzupassen und der einfache Bedienbarkeit haben Sie das optimale Werkzeug Arbeitszeit, Stahlkosten und Dübel einzusparen. Bei der plastischen Bemessung werden die Einflüsse des nichtlinearen Materialverhaltens bei der Ermittlung der Schnittgrößen berücksichtigt. Sie ermöglicht höhere Lasten schmalere Profile und größere Pfostenabstände. PROFIS wählt, wann immer möglich, den Ansatz der plastischen Bemessung, um dem Anwender eine richtlinienkonforme, aber auch wirtschaftliche Bemessung zu ermöglichen. Für die Flachstahlbemessung hat Hilti einige Tests durch führen lassen und bietet dem Anwender an, manuell zu entscheiden, ob er der plastischen oder elastischen Bemessung folgen möchte. Die Verwendung des plastischen Bemessungsansatzes ermöglicht es dem Nutzer, eine optimierte und wirtschaftliche (in Bezug auf die Materialstärke) Bemessung der Pfosten und des Handlaufs aufgrund der fortschrittlichen Modellierung der Lastverteilung durchzuführen.
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