Mechanismus der Lastübertragung

Das generelle Wirkungsprinzip chemischer Dübel

Bei Verbundankersystemen wird die Zuglast je nach Ausführung von Gewindestange, Ankerstange mit Innengewinde oder Bewehrungseisen über den Injektionsmörtel auf den Untergrund übertragen.

Zwischen der Oberfläche des Dübelelements und dem Mörtel gewährleistet das Prinzip des Formschlusses den Halt - die Verbindung wird hier also durch die Form des Dübels hergestellt.

Zwischen der Oberfläche des Bohrlochs im Beton und dem Injektionsmörtel wirken zudem Haftkräfte (Reibschluss) in Kombination mit dem Mikroformschluss (siehe Abbildung links).

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Spezifische Zustände von Beton und Bohrloch (von links nach rechts): trockener Beton, nasser (wassergesättigter) Beton, wassergefüllte Bohrlöcher, unter Wasser stehende Bohrungen.

Die Bedeutung des Untergrunds

Die Leistungsfähigkeit einer Befestigung hängt zusätzlich vom Zustand des Untergrunds beziehungsweise des Bohrlochs ab. Bei Auswahl und Bemessung des Befestigungssystems müssen Sie daher den spezifische Betonzustand berücksichtigen.

  • Trocken:
    Der Beton kann nicht durch Regen oder Feuchtigkeit von außen beeinträchtigt werden
  • Nass:
    Bei nassen oder wassergesättigten Bohrlöchern ist der Beton voll ausgehärtet und mit Wasser gesättigt
  • Wassergefüllt:
    Steht in den Bohrlöchern Wasser, muss dieses unter Beachtung der Anweisungen des Herstellers vor dem Einsatz eines Verbundankers entfernt werden
  • Unter Wasser stehend:
    Bei unter Wasser Anwendungen lässt sich das Bohrloch nicht trockenlegen. Der Injektionsmörtel wird hier direkt in das wassergefüllte Bohrloch eingebracht.

Die in den bauaufsichtlichen Zulassungen der Hilti Injektionsmörtel angegebenen Verbundfestigkeiten gelten gleichermaßen für trockene wie für nasse Bohrlöcher - soweit nicht explizit Abweichungen vermerkt sind.


Eine Verwendung in wassergefüllten oder unter Wasser stehenden Bohrlöchern muss in der entsprechenden ETA immer als zusätzlicher genehmigter Betonzustand erwähnt sein. Die Zulassung benennt auch die unter den speziellen Bedingungen geltenden Leistungswerte.

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